24. März 2024

Passionskonzert am Palmsonntag

18 Uhr Stadtkirche Calw

 

Beginn des Konzertes ist um 18 Uhr. Die Abendkasse ist ab 17 Uhr geöffnet.

Die Eintrittspreise betragen 10€ und 15€.

Die Calwer Kantorei und die Kammersinfonie Calw gestalten zusammen mit Gesangssolisten ein Passionskonzert mit Kompositionen von Anton Bruckner und Friedrich Nicolaus Brauns. Brauns?

Nie gehört.

Ja, so ging’s mir auch. Denn die Markuspassion, die in Calw zur Aufführung kommt, wurde seinerzeit auch mehrfach von Johann Sebastian Bach aufgeführt, und der gab als Komponisten den damals berühmten Reinhard Keiser an. Wenn also Bach ein Werk aufführt und Keiser als Komponisten angibt, dann muß ja was dran sein, und so haben es bis in unsere Zeit alle geschrieben. Aber stilistisch paßt diese Passion überhaupt nicht zu Keiser. Im Musiklexikon MGG habe ich dann nachgelesen, daß dieser Brauns (1637-1718) bis 1715 in Hamburg am Dom Kirchenmusiker war, und Wikipedia vermeldet eine Aufführung dieses Werkes durch Brauns im Jahre 1707. Das also wird die Entstehungszeit sein. Und das paßt hervorragend zum Stil dieser Musik. Brauns war übrigens auch der Onkel von Nicolaus Bruhns, dem hochbegabten, aber leider jung verstorbenen Schüler Dietrich Buxtehudes.

Wie in den später entstandenen bekannten Passionen Bachs besetzt Brauns mit Solisten, Chor und Orchester, teilt den Bibeltext auf in verschiedene Sätze und setzt Arien und Choräle hinzu. Und in den Rezitativen werden die Christus-Worte mit vierstimmiger Streicherbegleitung versehen statt nur mit Generalbaß, also genau so, wie Bach es später in seiner Matthäus-Passion gehalten hat. Diese Sätze sind bei weitem nicht so ausgedehnt wie man das von Bach kennt, aber das muß ja nicht von Nachteil sein. Im Gegenteil: Der Ablauf des Geschehens bleibt so überschaubar, trotzdem die eingefügten Arien und Choräle immer ein Moment des Innehaltens und der Meditation bieten. Brauns zeigt ein besonderes Geschick in der dramatischen Darstellung sowie in der Erfindung von musikalischen Themen und Melodien. Beim Kennenlernen dieser Passion war ich beeindruckt von der Musik, so daß ich hin und wieder doch dachte, daß er diese schönen Einfälle gerne auch etwas länger hätte ausarbeiten können.

Neben dieser Passion trägt die Calwer Kantorei noch die Motette „Christus factus est“ von Anton Bruckner vor, der vor 200 Jahren geboren wurde.

Die Solisten sind Tobias Völklein (Tenor; Evangelist), Samuel Schick (Baß; Christus), Sarah-Lena Eitrich (Alt), Katja Vogelmann (Sopran) und Toni Rinck (Tenor). Es singt die Calwer Kantorei, begleitet durch die Kammersinfonie Calw unter der Leitung von Martin W. Hagner.


20. Juli 2024

Sommerkonzert

19 Uhr - Stadtkirche Calw

 

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 4, op. 60, B-Dur

Tripelkonzert, op. 56, C-Dur

Solisten:

Christina Walz - Klavier

Friedemann Kienzle - Violine

Kilian Schwarz - Violoncello 

 


20. Oktober 2024

Kammermusik und Chorwerke Anton Bruckners

Stadtkirche Calw

 

Näheres folgt


1. Dezember 2024

Klangrede

18 Uhr - Stadtkirche Calw

 

Näheres folgt